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News vom 23.02.2010

Zahlen und Fakten der „EnergieRegion.NRW“ - Nutzung innovativer Energietechnologien in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wird mehr Energie umgewandelt und genutzt als in jedem anderen Bundesland. Aus der langen Tradition der Nutzung natürlicher Ressourcen ist in NRW eine breite energietechnologische Kompetenz gewachsen. Hier findet sich ein dichtes Netz von Forschungseinrichtungen ebenso wie eine Vielzahl von Unternehmen, die innovative Energieprodukte und -dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung der regenerativen Energien anbieten. NRW ist für viele zukunftsorientierte Unternehmen der ideale Standort - von der Energierohstoffgewinnung bis zur Umwandlung. Um seine Spitzenposition auszubauen sowie seine energiepolitischen Ziele (Klimaschutz, Ressourcenschonung, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit) zu erreichen, verfügt das Land mit der EnergieAgentur.NRW über ein Instrument mit vielfältigen Kompetenzen. (www.energieagentur.nrw.de)

Die EnergieAgentur.NRW managt die Cluster EnergieWirtschaft "EnergieRegion.NRW"  (www.energieregion.nrw.de) und EnergieForschung mit Namen „CEF.NRW“ (www.cef.nrw.de).
Darüber hinaus werden von der EnergieAgentur.NRW Energieberatungsleistungen in Form von Initial- und Contractingberatungen für Unternehmen und Verwaltungen sowie Informations- und Weiterbildungsangebote für Fach- und Privatleute angeboten. Auch die Schulungen des Nutzerverhaltens gehören zum Aufgabenbereich.

Allgemeine Förderung: In der Landesförderung progres.nrw wurden von 1988 bis Ende 2007 für Entwicklung, Demonstration und Markteinführung innovativer Energietechnologien sowie die Energieberatung rund 700 Mio. Euro vom Land und der Europäischen Union (EFRE-Programm) für über 57700 Förderprojekte aufgewendet. Die Förderungen zogen weitere Investitionen von etwa 3,6 Mrd. Euro nach sich. In 2008 und 2009 wurden hierdurch knapp 7.400 Projekte mit rund 43 Mio. Euro gefördert.(www.progres.nrw.de)

Anteil am deutschen Energieverbrauch: Rund 16 Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauches und knapp 10 Prozent des gesamten Endenergieverbrauches stammten 2009 aus erneuerbaren Energien. An erster Stelle bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt die Windkraft, die 6,4 Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauches erzeugte. Dann folgen die Biomasse mit 4,4 Prozent und die Wasserkraft mit 3,3 Prozent. (www.bee-ev.de und www.bdew.de)

Arbeitsplätze:In NRW erzielten 2008 nach einer Studie des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) im Bereich erneuerbarer Energien  rund 22.400 Arbeitnehmer bei etwa 3.200 Firmen einen Umsatz von rund  6,6 Mrd. Euro. Bundesweit wurden in 2008 mit erneuerbaren Energien rund 30,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz erzielt und etwa 280.000 Arbeitsplätze gesichert.
(www.wirtschaft.nrw.de  und www.bmu.de und www.iwr.de)

Biomasse: In NRW wurden 2008 aus Biomasse mit 7,64 Mrd. kWh etwa 85 % der regenerativen Wärme, mit 4,25 Mrd. kWh rund 44 % des regenerativen Stroms und mit ca. 486.000 Tonnen 100 % des regenerativen Treibstoffes im Land erzeugt.
Im Bereich der landwirtschaftlichen Biogasanlagen befanden sich im Mai 2009 ca. 280 Anlagen in NRW in Betrieb. Sie verfügen über eine installierte elektrische Leistung von 105 MW. Bis Ende des Jahres 2009 sind nach ersten Erhebungen etwa weitere 50 Biogasanlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von jeweils etwa 200 KW installiert worden.
In den verschiedenen Wertschöpfungsketten fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse entstehen vielerorts in NRW spannende und innovative Projekte zur effizienteren Nutzung der Rohstoffe, die von der EnergieAgentur.NRW begleitet werden. Ausgewählte Praxisbeispiele finden Sie auf unserer Homepage.
In dem Netzwerk Biomasse partizipieren über 1.300 Akteure der Branche, um gemeinsam an neuen Projekten zu arbeiten und sich über das Geschehen im Markt zu informieren. Die neue Homepage des Netzwerkes informiert umfassend über die Technologien im Biomassesektor und im Branchenatlas werden beteiligte Firmen dargestellt. (www.biomasse.nrw.de und www.umwelt.nrw.de)

Brennstoffzellen: Mit dem  im Jahre 2000 gegründeten  "Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW" hat die Landesregierung  der Entwicklung der Brennstoffzellentechnik einen starken Schub gegeben. Bislang  wurden 90 Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekte in Nordrhein-Westfalen initiiert. Zielsetzung der Vorhaben ist es, die Technik weiterzuentwickeln, die spezifischen Kosten zu senken, die Lebensdauer der Brennstoffzellenkomponenten und -systeme zu erhöhen und eine entsprechende Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen. Dazu wurden  vom Land NRW und  von der Europäischen Union (Europäischer Fond für regionale Entwicklung - EFRE) bisher 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt; bei 165 Millionen Euro Gesamtinvestitionen. Darin enthalten sind auch Projekte des "NRW Hydrogen HyWays",  einem Leitvorhaben unter dem Dach der Klimaschutzstrategie  der Landesregierung bis 2012. Im "Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW" haben sich rund 360 zum großen Teil mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen. Mit dem Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) in Duisburg verfügt das Land NRW zudem über ein weltweit bekanntes und anerkanntes Forschungs- und Entwicklungsinstitut. (www.brennstoffzelle-nrw.de)

Energetische Gebäudesanierung: Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Mein Haus spart“ wurden landesweit 2006 bis 2009 rund 950 Gebäude mit der Plakette „Energiesparer NRW“ ausgezeichnet und rund 1.510 Einzelplaketten verliehen. Das NRW-Wirtschaftsministerium vergibt die Plakette für Gebäude, die auf vorbildliche Weise mit einem geringen Energieverbrauch auskommen. Von Jahresbeginn 2006 bis Oktober 2009 wurden landesweit über 60.000 Kredit-Anträge mit einem Volumen von knapp  3 Milliarden Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Finanzierung der Wohnraummodernisierung genehmigt. (www.mein-haus-spart.de)

Energieeffizientes Bauen: Die "50 Solarsiedlungen in NRW" zeigen auf Siedlungsebene die Möglichkeiten der aktiven und passiven Solarenergienutzung für die Wärme- und Stromerzeugung und unterstützen somit die breite Einführung des solaren und energiesparenden Bauens. Mittlerweile sind 30 Siedlungen im Neubau und im Bestand mit fast 7.000 Bewohnern fertig. 18 weitere Siedlungen werden aktuell gebaut und damit ist NRW europaweit Spitzenreiter in Sachen Solarsiedlungen. (www.50-solarsiedlungen.de)

Als Bestandteil der nordrhein-westfälischen Energie- und Klimaschutzstrategie sollen mit dem neuen Projekt "100 Klimaschutzsiedlungen in NRW" die wärmebedingten CO2-Emmissionen in Wohnsiedlungen weiter konsequent reduziert werden. Hierfür können im Neubau wie auch in der Sanierung alle Technologien, die zur CO2 Einsparung geeignet sind, eingesetzt werden. Konkrete Anforderungen und Rahmenbedingungen sind in einem Planungsleitfaden zusammengefasst. So müssen in diesen Klimaschutzsiedlungen die CO2-Emissionen im Neubaubereich - je nach Gebäudetyp - 50-60 Prozent unter den Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) liegen. (www.100-klimaschutzsiedlungen.de)

Energieberatung: Im vergangenen Jahr bearbeiteten die Ingenieure der EnergieAgentur.NRW landesweit über 19.000 Beratungsanfragen aus Wirtschaft und Verwaltung (davon 300 ausführliche Projektberatungen, 70 Contractingberatungen); 9.000 Besucher waren an 94 Einsatztagen im Energieberatungsmobil NRW. 103 NRW-Kommunen nehmen am Energiemanagement-Verfahren "European Energy Award" teil, über 1.100 Schulen nutzten die Angebote des Projektes "EnergieSchule NRW".
Zudem wurden 3236 Gebäude- und 3724 Solar-Checks durch Handwerker  sowie  rund 250 ausführliche Beratungen durch Ingenieure und Architekten in Ein- oder Zweifamilienhäusern durchgeführt. Im Schnitt löste ein Gebäude-Check Energie eine Investition von 7.500 Euro und ein Solar-Check 5.700 Euro aus, so dass allein mit diesen Instrumenten im vergangenen Jahr Investitionen von knapp 50  Millionen Euro im Bereich der energetischen Gebäudemodernisierung evoziert wurden. Seit Bestehen der  Aktionen wurden durch etwa 45.000 Checks Investitionen von über 300 Millionen Euro ausgelöst. Über 10.000 Fach- und Privatleute nutzten Weiterbildungsangebote in Seminaren, Tagungen, Web-Based-Trainings und bei den Aktionswochen E-Fit für Belegschaften (www.energieagentur.nrw.de)

Energieforschung:   Erneuerbare Energien, fossile und solare Kraftwerkstechnologien sowie die dazugehörigen Materialentwicklungen, Brennstoffzellen und Wasserstoff, aber auch Nuklearenergie sind Forschungsthemen an rund 30 Standorten in NRW. Vor dem Hintergrund dieses hervorragenden Forschungsumfeldes haben sich weltweit agierende Unternehmen für F&E im Energiebereich und auf angrenzenden Feldern in NRW entschieden: E.ON investiert 40 Mio. € in das E.ON Energy Research Center an der RWTH Aachen, RWE und ThyssenKrupp unterstützen die nukleartechnischen Lehrstühle an der RWTH und der FH Aachen mit rund 4 Mio. € über 5 Jahre. Thyssen fördert mit ICAMS die Materialforschung in Bochum mit 22,5 Mio. €. Hitachi investiert 30 Mio. € an der RWTH Aachen sowie an den Universitäten Bochum und Dortmund im Bereich der modernsten Kraftwerkstechnik.

Die Forschungslandschaft im Bereich der Energieforschung ist in Bewegung. Die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich haben sich zur "Jülich Aachen Research Alliance" (JARA) zusammen geschlossen. Eines der vier Themen ist JARA Energy. Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt, die RWTH und FH Aachen sowie die belgische Universität Leuven haben ein gemeinsames Virtuelles Institut zu solarthermischen Kraftwerken gegründet. Im Ruhrgebiet arbeiten die Universitäten in Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen im Bereich Energie eng zusammen. Über die ef.Ruhr GmbH führen sie gemeinsame Projekte u.a. zu den Themen Smart Grids und CO2-Abscheidung durch. Die RWTH Aachen gründet im Rahmen des Exzellenzclusters "Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse", das durch die Exzellenzinitiative gefördert wird, ein Kompetenzzentrum für Kraftstoff-Design.
( www.innovation.nrw.de )

Energieinformation: Breiten Raum in der Arbeit der EnergieAgentur.NRW nimmt auch die neutrale Information zu allen Themen der Energieeffizienz und den Erneuerbaren Energien sowie zur innovativen Kraftwerkstechnik ein: Die Internetlandschaft verzeichnete über 29,5 Mio. Zugriffe, 778.000 verschiedene Besucher luden 1.842103 pdf-Dokumente herunter. Multiplikatoren steht ein Material- und Folienpool von über 3148 Folien zur Verfügung die 371.000 Mal herunter geladen wurden. Das Quartals-Magazin "Innovation & Energie" hat inzwischen über 27.500 Abonnenten, der 14tägig erscheinende Newsletter der EnergieAgentur.NRW rund 10.000 Abonnenten.

Geothermie: Das Thema Geothermie gewinnt gegenwärtig unter den Energietechnologien eine zunehmende Bedeutung. Dabei nimmt NRW und hier insbesondere die Metropole Ruhr als Sitz zahlreicher marktführender Unternehmen eine Schlüsselposition ein. Dies wird nicht zuletzt durch die von der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH und der Stadt Bochum beauftragte Studie "Wertschöpfungskette Geothermie" des GeothermieZentrums Bochum aus dem Jahre 2008 belegt. Alleine innerhalb der Metropole Ruhr wurden ca. 230 Unternehmen ermittelt, die im Geothermiemarkt tätig sind. Etwa 80% der befragten Unternehmen gehen von einer positiven Entwicklung des Geschäftsfeldes Geothermie im Zeitraum 2009/10 aus. Die Geothermiebranche schafft in NRW etwa 4000 bis 5000 Arbeitsplätze. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sie in den kommenden Jahren neue Mitarbeiter im Geschäftsfeld Geothermie einstellen werden.

Damit die Erdwärme für alle Bürger im Land nutzbar wird, hat die Landesregierung NRW die "Potenzialstudie Geothermie NRW" für das oberflächennahe Erdwärmepotenzial in Auftrag gegeben. Ergänzend hierzu bietet der Geologische Dienst NRW einen kostenlosen Standortcheck für jedes Grundstück in NRW über das Internet sowie eine kostenpflichtige detaillierte geologisch-geothermische Stellungnahme an.  (www.energieagentur.nrw.de/geothermie und www.geothermie.nrw.de)

Grubengas: Die "Grubengas-Initiative NRW" entwickelt die Technik der Grubengasabsaugung und -verwertung weiter und intensiviert den Technologietransfer. In NRW gab es 2009 nach vorläufigen Angaben 96 Bergbauberechtigungen zur Grubengasnutzung. Ende 2009 waren nach vorläufigen Angaben 126 Blockheiz-Kraftwerksmodule sowie ein Turbinensatz mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 195 Megawatt in Betrieb. Die allein in 2009 produzierten 900 Millionen kWh Strom können rund 200.000 Haushalte versorgen. Das gesamte verwertete Grubengaspotenzial führte zu einer CO2-Reduktion von rund 4,1 Mio. Tonnen in 2009.  (www.wirtschaft.nrw.de)

Holzpellets: Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt durch die Landes- und Bundesförderung erhöhte sich die Anzahl der in NRW installierten Holzpelletheizungen in den letzten fünf Jahren sehr deutlich: Waren im Jahr 2003 erst 600 dieser Anlagen installiert, wurden Ende 2009 bereits 16.000 Haushalte mit dieser klimafreundlichen Wärme in NRW versorgt. Im Bereich der Holzabsatzförderung des Landes wurden bis Ende 2006 in NRW über 6.800 Anlagen mit rund 30 Mio. Euro gefördert. Diese erzeugen 325 MW Wärme und 6,5 MW Strom.  Bundesweit waren Ende 2009 rund 150.000 Holzpelletanlagen installiert. (www.aktion-holzpellets.de)

Kraftwerkstechnologien:  Allein in NRW sind Kraftwerksneubauten und Kraftwerkserneuerungen mit einer Gesamtleistung von über 10.000 Megawatt und einer Investitionssumme von mehr als zehn Milliarden Euro bis zum Jahr 2012 geplant. Das bedeutet einen kräftigen Beschäftigungsimpuls für Nordrhein-Westfalen; Fachleute rechnen mit bis zu 7000 Arbeitsplätzen in der Errichtungsphase. In Duisburg-Walsum (Evonik) und Datteln (E.ON) entstehen modernste Steinkohlekraftwerke, die nach dem Konzept des "Referenzkraftwerks NRW" gebaut werden, und mit BoA 2/3 errichtet RWE in Grevenbroich-Neurath die modernsten Braunkohleblöcke der Welt. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 46 % können 138g CO2 pro kWh gegenüber einem derzeitigen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 38 % eingespart werden. Würden weltweit alle Kraftwerke nach diesen Standards produzieren, würden die CO2-Emissionen um ca. 30 % reduziert. (www.kraftwerkstechnik.nrw.de)

Kraft-Wärme-Kopplung: Ein großes, noch nicht ausgeschöpftes Potential liegt im Bereich der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWK). Vor allem Industrielle KWK erreichen relativ hohe Brennstoffnutzungsgrade und Benutzungsstunden. Hauptproblem bei der Umsetzung der Technologie ist die oft fehlende oder nicht in ausreichender Maße vorhandene Wärmesenke. Nordrhein-Westfalen hat deshalb eine Potenzialstudie in Auftrag gegeben, die die wirtschaftlich realistischen Potenziale von KWK in NRW aufzeigen sollen. Erste Ergebnisse der Studie werden Anfang 2011 vorliegen. (www.kraftwerkstechnik.nrw.de)

Mobilität: Die Modellregion für Elektromobilität Rhein-Ruhr geht mit acht Starterprojekten in unterschiedlichen Anwendungsgebieten und mit verschiedenen Schwerpunkten an den Start. Insgesamt haben diese ersten acht Projekte ein Fördervolumen von rund 22,3 Mio. € bei Gesamtkosten in Höhe von rund 42,6 Mio. €. Innerhalb der Starterprojekte ist der Einsatz von rund 400 Fahrzeugen (190 PKW, 150 E-Rollern und Fahrräder, 23 Nutzfahrzeuge, 25 Hybridbusse sowie 8 Abfallsammlern) an ca. 25 Standorten geplant. Die entsprechende Infrastruktur wird aus rund 480 Ladesäulen bestehen. Unterstützt werden alle Projekte durch eine breit angelegte Begleitforschung. Durch die Verwendung von "grünem Strom" ist es möglich, die CO2-Bilanzen bei elektrifizierten Fahrzeugen erheblich zu verbessern.

Im Münsterland konnten die regionalen Brennereien mit der Eröffnung öffentlicher Tankstellen für Bioethanol die Wertschöpfungskette von der Produktion bis zur Distribution des Ethanols schließen. Der von den Brennereien erzeugte Kraftstoff wird unter dem Namen E 85 REGIONOL vermarktet. Die Bilanzierung der Treibhausgas-Emissionen über die ganze Wertschöpfungskette hinweg durch die Universität Hohenheim und das Deutsche BiomasseForschungszentrum (DBFZ) hat ergeben, dass das CO2-Minderungspotential  für das auf diese Weise erzeugte Ethanol  76.5% beträgt und damit schon heute die Anforderungen der EU-Nachhaltigkeitsverordnung erfüllt. In NRW arbeiten derzeit an sechs Standorten Veresterungsanlagen mit einer Kapazität von ca. 750.000 t/Jahr.   (www.kraftstoffe-der-zukunft.de)

Solarenergie: :  In Nordrhein-Westfalen wurden bisher 11.300 Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von über 66 MWp gefördert. Dafür hat das Land NRW mehr als 89 Mio. Euro bereit gestellt. Rund 27.000 thermische Solaranlagen wurden mit knapp 44 Mio. Euro gefördert.
Solarstrom: NRW hatte im Jahr 2008 eine installierte Solarstrom-Leistung von rund 615 MWp und bestätigte damit einen respektablen dritten Platz hinter Bayern (2.350 MWp)  und Baden-Württemberg (1.220 MWp). Insgesamt waren in Deutschland in 2008 bereits rund 6000 MWp installiert. Die neu installierte Kapazität zeigte dabei 2008 einen Zuwachs von 48 % im Vergleich zum Vorjahr und sparte 2,5 Mio. t des Klimagases CO2 ein. Laut Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft lag die netzgekoppelte installierte Leistung deutschlandweit Ende 2009 bei mehr als 8.000 MWp. Die rund 10.000 Unternehmen der deutschen Photovoltaik-Branche zählten 2008 etwa  53.300 Beschäftigte. Sie erwirtschafteten, inklusive der Zulieferindustrie, einen Umsatz von knapp 12 Milliarden Euro und investierten rund 2 Milliarden Euro in den Ausbau der Produktion sowie 163 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Seit 2006 sank der durchschnittliche Endkundenpreis für fertig installierte Photovoltaik-Anlagen bis heute um mehr als 35%.
In der landesweiten Kampagne "Photovoltaik NRW - Solarstrom für Nordrhein-Westfalen", einer gemeinsamen Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen und der nordrhein-westfälischen Photovoltaik-Industrie, engagieren sich aktuell etwa 30 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die Kampagne informiert über Solarstrom und unterstützt Photovoltaik-Unternehmen mit gezielten Marketinginstrumenten im Wettbewerb. (www.photovoltaik.nrw.de ; www.solarwirtschaft.de)

Solarwärme: Insgesamt waren in Deutschland in 2008 bereits rund 1,25 Millionen Solarthermieanlagen mit 7,9 Gigawatt thermischer Leistung installiert. Die neu installierte Kapazität zeigte dabei 2008 einen Zuwachs von fast 100 % im Vergleich zum Vorjahr und sparte rund 1,2 Mio. t des Klimagases CO2 ein. Laut Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft lag die Anzahl der Beschäftigten in der Solarthermiebranche Ende 2008 bei etwa 25.000, die einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro generierten.

Wärmepumpen: "Hohen Heizkosten die kalte Schulter zeigen" - so lautet die Devise des Wärmepumpen-Marktplatzes NRW. Wärmepumpen sparen Heizkosten und schonen die Umwelt, indem sie zu einem großen Anteil Umweltwärme nutzen. Umweltwärme, wie Grundwasser, Erdwärme oder die Außenluft, stellt "Mutter Natur" kostenfrei zur Verfügung und sie kann überall genutzt werden. Deshalb werden inzwischen mehr als 10 Prozent der Neubauten in NRW, aber auch viele Bestandsgebäude mit Wärmepumpen beheizt. Die bisher elf Wärmepumpen-Wochen in NRW waren sehr erfolgreich. Im Jahre 2009 wurden rund 55.000 neue Wärmepumpen in Deutschland installiert. Von den nun bundesweit installierten 350.000 Wärmepumpen sorgen rund 70.000 (20 Prozent) in NRW für umweltfreundliche Wärmeerzeugung. (www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de)

Wasserkraft: Die Nutzung der Wasserkraft zur Energiegewinnung ist in der Lage, weltweit einen Beitrag zur Reduktion der Klimaprobleme zu leisten. Das technisch nutzbare Potenzial der Wasserkraft wird derzeit in NRW auf 800 GWh/a Strom geschätzt, wovon jedoch 200 GWh/a bisher nicht genutzt werden. Das Büro für Wasserkraft der EnergieAgentur.NRW bietet Information und Beratung an. Vor dem Hintergrund der EG-Wasserrahmenrichtlinie setzt das Land Nordrhein-Westfalen auf einen gewässerökologisch verträglichen Ausbau der Wasserkraft durch Reaktivierung und Optimierung von Anlagen sowie den Einsatz von Wasserkrafttechnik an bestehenden Stau- und Infrastrukturanlagen. Die Landesregierung NRW hat bisher 171 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 17 Megawatt gefördert. Die Gesamtfördersumme von mehr als 12 Mio. Euro löste weitere Investitionen von etwa 48 Mio. Euro aus.  (www.wasserkraft.nrw.de)

Weiterbildung: Im Rahmen des Programms Stromeffizienz betreibt die EnergieAgentur.NRW ein breites Angebot an Weiterbildungen. Neben dem Seminarpool mit rund 25 Veranstaltungskonzepten für unterschiedliche Zielgruppen führte die EnergieAgentur.NRW in 2009 Inhouse-Veranstaltungen wie z. B. Workshops und Coachings in folgender Quantität durch: über 1.500 Fachleute besuchten die Seminare, 170 Tagungen und Workshops, über 10.000 das Angebot "Aktionswoche.Efit". Erfahrungsgemäß lassen sich durch die Sensibilisierung der Belegschaften in Verwaltungsgebäuden fünf bis 10 Prozent der elektrischen Energie einsparen. Im Themenfeld "Energieeffizientes und solares Bauen" konnten mit den 37 Veranstaltungskonzepten und 6 Modulen 2230 Fachteilnehmer und knapp 3400 Endverbraucher erreicht werden. Weitere ca. 3.000 Teilnehmer nahmen in 2009 an Veranstaltungen und Vorträgen teil. (www.energieagentur.nrw.de ) Über 7.500 Teilnehmer erreichten die Energieweiterbildungsangebote im Internet. (www.wissensportal-energie.de)

Windenergie:  Im Jahr 2009 hat sich das dynamische Wachstum des internationalen Windenergiemarktes weiter fortgesetzt. Nach Angaben des Global Wind Energy Councils (GWEC) lag allein in China der Zubau der installierten WEA-Leistung bei etwa 13.000 MW. China hat damit die USA (Zubau: rd. 10.000 MW) bei den Neuinstallationen als weltgrößter Windenergiemarkt eingeholt. Bezogen auf die installierte WEA-Gesamtleistung liegen die USA weiterhin vor Deutschland und China. In Deutschland wurden 2009 rund 1.000 Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von rd. 2.000 MW neu errichtet. Bundesweit sind damit Ende 2009 mehr als  21.000 WEA mit einer Leistung von mehr als 25.700 MW installiert. Allein in NRW drehten sich 2009 mehr als 2.700 WEA und sorgten für über 2.800 MW installierter Leistung.  Die Stromproduktion aus Wind lag 2008 in Deutschland bei rund  40,6 Mrd. Kilowattstunden. Damit deckten Windenergieanlagen rund  6,6 Prozent des deutschen Brutto-Stromverbrauchs, deutlich mehr als die Wasserkraft. Die Exportquote der deutschen Windindustrie lag nach Verbandsangaben erneut bei über 80 Prozent. ( www.iwr.de ; www.wind-energie.de ; www.windtest-nrw.de und www.windtest-nrw.de )

Weitere Informationen:

Für die Bereiche Cluster und Netzwerke:
EnergieAgentur.NRW
Haroldstraße 4
40213 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 8 66 42 - 0; Telefax: (02 11) 8 66 42 - 22
Geschäftsführer: Dr. Frank-Michael Baumann

Für die Bereiche Energieberatung und Weiterbildung:
EnergieAgentur.NRW
Kasinostr. 19-21
42103 Wuppertal
Telefon:  (02 02) 2 45 52 - 0; Telefax:  (02 02) 2 45 52 - 30
Geschäftsführer: Lothar Schneider

Leiter Kommunikation und Pressesprecher:
Dr. Joachim Frielingsdorf -Telefon: (02 02) 2 45 52 -19
E-mail:   frielingsdorf@energieagentur.nrw.de

Pressesprecher Cluster und Netzwerke:
Uwe H. Burghardt M.A. - Telefon: (02 11) 8 66 42 - 13
E-mail:   burghardt@energieagentur.nrw.de

Pressesprecher Energieberatung und Weiterbildung
Oliver Weckbrodt - Telefon: (02 02 24552-20)
E-Mail: Weckbrodt@energieagentur.nrw.de

Internet:
www.energieagentur.nrw.de

 

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