Willkommen bei der EnergieAgentur.NRW

Link zur Startseite der EnergieAgentur.NRW
Über uns Presse Info & Service Termine

Inhalt

Referenzanlagen

Energieliefer-Contracting für das Schul- und Sportzentrum Blomberg

Weitere Referenz-Anlagen anzeigen

Schulzentrum Blomberg
Projekthintergrund    
  
Die Stadt Blomberg (ca. 18.000 Einwohner, Kreis Lippe) unterhält ein Schulzentrum, das alle weiterführenden Schularten sowie eine Förderschule umfasst. Das seit den 50er Jahren gewachsene Schulzentrum mit seinen insgesamt 12 Gebäuden wird von rund 2.100 Schülern besucht und stellt den mit Abstand größten kommunalen Energieverbraucher dar. Alle Schulgebäude werden über Nahwärmeleitungen aus einer gemeinsamen Heizzentrale mit bislang drei erdgasgefeuerten Heizkesseln (zusammen ca. 3.000 kW) versorgt. In den Gebäudekomplex mit eingebunden ist das örtliche Hallenbad, das seit 1989 durch die Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) betrieben wird. Die BVB installierten dort im Jahr 1989 zwei erdgasgefeuerte Blockheizkraftwerke (insgesamt 414 kW el / 730 kW th) und speisen einen Teil der hier erzeugten Wärme mit in das städtische Wärmenetz ein.

Hallenbad Blomberg
Aufgrund des Sanierungsumfanges entschloss sich die Stadt, eine entsprechende Contracting-Ausschreibung durchzuführen, um die insgesamt wirtschaftlichste Versorgungsvariante umzusetzen.

Auf Empfehlung der EnergieAgentur.NRW vom Juli 2003 beschloss die Stadtverwaltung, die weitere Projektentwicklung und -begleitung an ein contracting-erfahrenes Ingenieurbüro zu vergeben. Nach Einholung und Auswertung mehrerer Angebote entschieden die politischen Gremien im September 2003, die Ingenieurgesellschaft EMKON aus Meschede mit der Erfassung der Grundlagendaten, der technischen Konzeption sowie der Ausschreibung für ein Wärmeliefer-Contracting zu beauftragen. Im Rahmen dieses Auftrages sollten nicht nur der Vergleich Eigenbetrieb-Contracting, sondern auch unterschiedliche Brennstoffvarianten untersucht und bewertet werden.

Schulzentrum-Ulmenallee
Aufgrund der von EMKON vorgelegten Konzepte wurden technisch und wirtschaftlich sinnvolle Varianten innerhalb der städtischen Gremien eingehend beraten. Unter anderem erfolgte auf Initiative des Ausschusses für Bauen und Umwelt die Besichtigung einer Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage in der nahe gelegenen Stadt Brakel. Mitte Februar 2004 fiel dann die Entscheidung zugunsten des Brennstoffs Erdgas.
  
Das Contracting-Vorhaben wurde im März 2004 europaweit bekannt gemacht. Fünf Unternehmen bewarben sich um die Ausschreibungsunterlagen, die nach einem Auswahlverfahren anschließend drei Anbietern zugestellt wurden.
     

Ausschreibungskonzept

  
Der geforderte Maßnahmenumfang enthielt die Erneuerung der Wärmeerzeugung (2-Kessel-Anlage mit einer Gesamtleistung von 1.700 kW) sowie des Wärmeverteilungssystems einschließlich der Unterstationen in den einzelnen Gebäuden. Mit von den Bietern zu berücksichtigen war ferner die gesamte Mess-, Steuer- und Regeltechnik, die auf eine zentrale Leitstelle bei der Stadt aufgeschaltet werden sollte.
   

Gymnasium Blomberg (Neubau 1999)
Das technische Konzept als wesentlicher Teil der Contracting-Ausschreibung wurde weitgehend funktional gehalten. Als Ergebnis der stadtinternen  Grundsatzentscheidung war von den Anbietern jedoch der Brennstoff Erdgas zu berücksichtigen. In der Leistungsbeschreibung wurden nur die wesentlichen Rahmendaten (u.a. Wärmebedarf, Jahreswärmemengen, Liefer- und Eigentumsgrenzen, Katalog mit den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen­, Vertragslaufzeit, etc.) verbindlich vorgegeben. Das erwartete technische Lösungskonzept mit einer gasgefeuerten Heizzentrale wurde als Bestandteil des Hauptangebotes zwar grundlegend beschrieben, jedoch waren Nebenangebote ausdrücklich zugelassen.

 

Ergebnisse

  
Durchsetzten konnte sich das Angebot der RWE Westfalen-Weser-Ems AG als die insgesamt wirtschaftlichste Lösung gegen zwei weitere Angebote sowie die Option einer eigenfinanzierten und von der Stadt selbst betriebenen Heizzentrale. Die Zuschlagserteilung erfolgte im Dezember 2004.
  

Bauphase (Sommer 2005)
Nach den erforderlichen Klärungsgesprächen konnte der Vertrag im März 2005 unterzeichnet werden. Die bauliche Maßnahmenumsetzung wurde im Mai 2005 begonnen und die neue Heizzentrale pünktlich zum 01.09.2005 in Betrieb genommen. Die von den beiden BHKW im Hallenbad produzierte überschüssige Wärme der BVB wird auch weiterhin in das Wärmenetz der Stadt eingespeist.
Bild: RWE WWE AG

  
Zusätzlich zu dieser rein technischen Umsetzung ist von den beteiligten Projektpartnern angedacht, die Themen Wärmeversorgung und Energiemanagement des Schulzentrums mit in den Unterricht einzubinden, um die Schüler auf diese Weise hinsichtlich eines möglichst rationellen Umgangs mit Energie zu sensibilisieren.

  
Kennwerte und Daten
  

Objektdaten
  
 
Auftraggeber Stadt Blomberg, Kreis Lippe

 

Auftragnehmer

RWE Westfalen Weser-Ems AG, Dortmund

 

Ausschreibung

EMKON GmbH, Meschede

Standort

Schulzentrum Ulmenallee, 32825 Blomberg

insgesamt 12 Gebäude, u.a.
- Fachklassentrakt
- Realschule
- Hauptschule
- Förderschule
- Gymnasium
- Sporthallen
beheizte Nutzfläche

insgesamt ca. 19.600 m²

   

Wärmeversorgung
 
 
Jahreswärmemenge 

ca. 3.163 MWh/a für Heizung und Brauchwassererwärmung

 

 

Heizkessel

 

Hersteller

Buderus
Brennstoff Erdgas
Installierte Leistung 890 kW bei 70/55 °C 
Jahresnutzungsgrad ca. 93 % (Brennwertkessel)
 

Heizkessel 2  

 

Hersteller

Buderus

Brennstoff

Erdgas

Installierte Leistung

820 kW
Jahresnutzungsgrad ca. 89 % (Niedertemperaturkessel)
 
Contracting-Vertrag
  
 
Vertragsbeginn   01.09.2005

Vertragslaufzeit  

10 Jahre

Variante

Energieliefer-Contracting

   
CO2 -Einsparung ca. 85 t/a (ca. 8% gegenüber bisheriger Wärmeversorgung)

Investitionskosten

 

Gesamtkosten

420.000 €
- Gaskessel und Heizzentrale   92.000 €
- Wärmeverteilung 146.000 €
- MSR / GLT u. Verkabelung  160.000 €
- Kaminanlage   

  22.000 €


   
 
  

Weitere Informationen / Ansprechpartner

Auftraggeber

  

Stadt Blomberg - Der Bürgermeister -
FB 60 / Bauen und Stadtentwicklung
Marktplatz 2, 32825 Blomberg
Erika Fakesch-Friese, Tel. 05235 / 504-226
e.fakesch-friese@blomberg-lippe.de   

 

 

Auftraggeber

  

RWE Westfalen-Weser-Ems AG
Wärmeservice
Kampstraße 49, 44139 Dortmund
Hans-Joachim Nördemann, Tel. 0231 / 438-6544
hans-joachim.noerdemann@rwe.com   

 

 
Planung/Ausschreibung EMKON GmbH
Auf"m Brinke 21, 59872 Meschede
Dietrich Ulrich, Tel. 0291 / 99 28-60
info@emkon.de    

 

 

 
Beratung

EnergieAgentur.NRW
Kasinostraße 19-21, 42103 Wuppertal
Rüdiger Brechler, Tel. 0202 / 24 55 2-15
ruediger.brechler@ea-nrw.de   

 
Twitter  Facebook  Google Bookmarks

Online Tools | Publikationen | Newsletter | RSS-Feeds

© 2010 EnergieAgentur.NRW

weiterführende/zusätzliche Infos


Energie im Haushalt – Kühlschrank & Co.

Tipp des Monats Juli 2010

Nutzen Sie das Volumen Ihres Kühl- und Gefriergerätes möglichst voll aus.

Projekt des Monats
Juli 2010

Energieeffizienz ist mehr als die Summe seiner Teile – auch im Altenheim

CEF.NRW

Die EnergieAgentur.NRW organisiert im Auftrag des Innovationsministeriums das EnergieForschungscluster

EnergieRegion.NRW

Die EnergieAgentur.NRW organisiert im Auftrag des Wirtschaftsministeriums das Energiewirtschaftscluster

Innovative Technologien für Busse

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) fördert 22 umweltfreundliche Hybridbusse

Mein Haus spart

Unterstützung für Hausbesitzer von der Planung bis zur Umsetzung

Wärmepumpen in NRW weiter auf dem Vormarsch

In NRW sind mittlerweile insgesamt rund 70.000 Wärmepumpen als Heizsysteme installiert