

Bedingt durch den häufigen Ausfall des Heizkessels 1 sowie jährlich steigendem Aufwand für Instandsetzungsmaßnahmen, entschied sich die Eigentümer-gemeinschaft im Jahr 2003, die Wärmeversorgung innerhalb der nächsten Jahre zu erneuern. Die Aufgabe der Projektvorbereitung wurde auf den mehrköpfigen Heizungssausschuss übertragen. Auf das Thema Wärmeliefer-Contracting stieß die Gruppe aufgrund eines Angebotes eines ortsansässigen Wärmelieferanten.
Die zahlreichen Fragen, die bei der Bewertung des vorliegenden Contracting-Angebotes auftraten, veranlassten den Heizungsausschuss, Kontakt zur EnergieAgentur.NRW aufzunehmen. Nach erfolgter Initialberatung im September 2004 entschied sich der Ausschuss, die Thematik Contracting weiterzuverfolgen. Bis Februar 2005 wurden vier weitere Contracting-Angebote eingeholt und anschließend bewertet. Um auch eine selbst finanzierte Lösung und den weiteren Betrieb in Eigenregie mit den Contracting-Angeboten vergleichen zu können, ließ sich der Heizungsausschuss auch ein Angebot eines ortsansässigen Heizungsinstallationsbetriebes vorlegen.
Da alle vorliegenden Angebote ausschließlich die weitere Verwendung des Brennstoffes Erdgas beinhalteten, forderte der Ausschuss noch einen weiteren Anbieter auf, der zusätzlich einen Holzpelletskessel als Grundlastkessel in der Heizzentrale 2 berücksichtigte.

Die Beschluss der Eigentümergemeinschaft erfolgte im Juni 2005, der Vertragsabschluss fand im November 2005 statt. Auch wenn das Contracting-Angebot der FN nicht von allen Beteiligten des Heizungsausschusses im Vergleich zu einer eigenfinanzierten Lösung als wirtschaftlich günstiger angesehen wurde, überzeugten letztendlich die Aspekte einer hohen Versorgungssicherheit, verbunden mit einer besseren Planbarkeit der zukünftigen Wärmekosten sowie die Übertragung von Instandhaltungsrisiken auf einen professionellen Betreiber.
Die Baumaßnahmen wurden zum Ende des Jahres 2005 abgeschlossen. Durch den Einsatz effizienter Gas-Brennwert-Kessel ist davon auszugehen, dass sich die CO2 -Emissionen um bis zu 15 % gegenüber der bisherigen Anlage reduzieren werden. Die bestehende solarthermische Anlage wurde in das neue Konzept integriert.
| Objektdaten |
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| Auftraggeber | Private Bauherrengemeinschaft Ökologisches Dorf Düsseldorf-Unterbach |
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Auftragnehmer |
Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH |
| Standort | Wohnsiedlung Am Langenfeldsbusch, 40627 Düsseldorf |
Wärmeversorgung |
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| Jahreswärmemenge | ca. 720 MWh/a (Summe beider Nahwärmenetze) für Heizung und Brauchwassererwärmung Heizzentrale 1: für Häuser Wohnweg 1 Heizzentrale 2: für Häuser Wohnwege 2 und 3 |
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Heizkessel 1 |
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Hersteller |
Viessmann |
| Brennstoff | Erdgas |
| Installierte Leistung |
170 kW |
| Jahresnutzungsgrad | ca. 95 % (Brennwertkessel) |
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Heizkessel 2 |
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Hersteller |
Viessmann |
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Brennstoff |
Erdgas |
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Installierte Leistung |
230 kW |
| Jahresnutzungsgrad | ca. 95 % (Brennwertkessel) |
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| Contracting-Vertrag |
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| Vertragsbeginn | 01.12.2005 |
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Vertragslaufzeit |
15 Jahre |
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Variante |
Energieliefer-Contracting
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| CO2 -Einsparung | ca. 31 t/a (gegenüber vorher) |
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Investitionskosten |
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Gesamtkosten |
ca. 30.000 € |
| inkl.Gaskessel u. Heizzentrale, Pufferspeicher, Kaminanlage | |
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Weitere Informationen / Ansprechpartner |
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Auftraggeber
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Private Bauherrengemeinschaft „Ökologisches Dorf Düsseldorf-Unterbach“ |
| Auftragnehmer |
Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH |
| Beratung | EnergieAgentur.NRW Kasinostraße 19-21, 42103 Wuppertal Rüdiger Brechler, Tel. 0202 / 24 55 2-15 ruediger.brechler@ea-nrw.de |
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